Fischsterben infolge von Hitze in den Gewässern der Stadt Hamm

Durch | 13/07/2026

Fischsterben durch hohe Wassertemperaturen

Die zunehmenden Hitzeperioden stellen die Gewässer der Stadt Hamm vor große ökologische Herausforderungen. Insbesondere flache Teiche, Altarme und langsam fließende Gewässer reagieren empfindlich auf lang anhaltend hohe Lufttemperaturen. In den Sommermonaten können sich diese Gewässer auf Temperaturen von über 29 °C erwärmen. Dadurch sinkt der Sauerstoffgehalt des Wassers erheblich – mit teilweise dramatischen Folgen für Fische und andere Wasserlebewesen.

Während der Hitzewelle Ende Juni und Anfang Juli 2026 kam es in mehreren Hammer Gewässern zu einem Fischsterben. Besonders betroffen waren Teiche im Bereich des Naturschutzgebietes Am Tibaum sowie im Selbachpark. Dort wurden Wassertemperaturen von bis zu 29 °C gemessen. Zahlreiche tote Fische wurden von Spaziergängern entdeckt. Nach Angaben von Fachleuten führten die extremen Temperaturen in Verbindung mit einem stark abgesunkenen Sauerstoffgehalt zu den Verlusten. Kühlere Temperaturen, Wind und Niederschläge entspannten die Situation anschließend vorübergehend.
Arbeiten unserer Gewässerwarte Anfang Juli, die viel Kraut aus den oberen Kaskaden entfernten, haben dazu beigetragen, dass die Anzahl toter Fische noch noch höher ausgefallen ist. Hier wird man immer wieder aktiv werden müssen, um die Hitzeperioden besser überstehen zu können.

Die Stadt Hamm beobachtet die Auswirkungen des Klimawandels auf ihre Gewässer bereits seit mehreren Jahren. Im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen wurden beispielsweise die Teiche im Kurpark  und der Gräfte am Burghügel entschlammt. Ziel war es, die Wassertiefe zu erhöhen und damit die Erwärmung des Wassers zu verlangsamen. Nach Abschluss der Maßnahmen zeigte sich, dass die Wasserstände auch während trockener Perioden stabil blieben und sich die Fische in tiefere, kühlere Wasserschichten zurückziehen konnten. Ein zusätzliches Abpumpen von Wasser aus der Ahse war nicht mehr erforderlich.

Mit dem fortschreitenden Klimawandel ist davon auszugehen, dass Hitzeperioden häufiger und intensiver auftreten werden. Für die Gewässer in Hamm bedeutet dies ein steigendes Risiko für Sauerstoffmangel und Fischsterben. Maßnahmen wie Gewässerrenaturierungen, Entschlammungen, die Schaffung tieferer Wasserzonen, die Reduzierung von Nährstoffeinträgen sowie eine kontinuierliche Überwachung der Wasserqualität können dazu beitragen, die Widerstandsfähigkeit der Gewässer zu verbessern. Dennoch werden Hitzesommer künftig eine der größten Herausforderungen für den Gewässerschutz in Hamm bleiben.